Alex Breidtbach

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Auf den ersten Blick ist Alex ein verwöhnter, kaltherziger Mobber. Erbarmungslos schikaniert und verprügelt er einen Mitschüler, ohne jegliche Rücksicht auf das Leid, das er verursacht. Der Alpha seiner Clique, von dem die Außenseiter festgelegt werden.  Nach seinen vorerst unerklärtem Zusammenbruch geht er im Krankenhaus ebenso destruktiv und abweisend mit den  Personal sowie seiner Stiefmutter um - alle wollen nur das Beste für ihn, doch er reagiert stets herablassend, mit fast schon manischer Aggression, lehnt jede Hilfe sofort ab.

Stichwort manisch. Seine Reaktionen wirken immer mehr erzwungen, unecht, als ob sie von jemanden gesteuert werden, der nicht der echte Alex ist,

sondern einer Maske oder dem Bild, das er an die Außenwelt projizieren will. Tritt mir bloß nicht zu nahe, lass mich gefälligst in Ruhe, oder mach dich auf was gefasst. Bald wird klar, dass er diese Gefahren- und Einschüchterungsaura als Schutzmechanismus nutzt und damit seine wahren Gefühle vergräbt. 

 

Diese kommen zum Vorschein, sobald wir seinen Vater kennenlernen.  Alex ist ein junger Mann, der alles im Leben hat, außer seinen sehnlichsten Wunsch: Die Beachtung seines Vaters, seine Zuneigung,

seine Nähe. Dinge, die er sich mit keinem Geld der Welt kaufen kann.  Dinge, die ihm  verwehrt bleiben, denn für seinen Vater steht die Arbeit an erster Stelle. Jedes Mal werden leere Versprechungen gemacht, er würde kommen sobald er könne. Und jedes Mal wird Alex erneut vernachlässigt, wobei für ihn eine Welt zusammenbricht. So sehr sich Alex auch bemüht, seine Emotionen zu verbergen und nur die Wut sichtbar zu lassen, verraten ihn seine Augen stets. Bleibt nur die Stiefmutter, die ihm zwar Unterstützung bietet und sich ehrlich um ihn sorgt, doch es ist nicht ihre Sorge, nach der er strebt.  Und selbst wenn -  wie er mit ihrer unerwarteten Wärme umgehen soll, weiß er sowieso nicht, daher die Kurzschluss-Aggression.

 

Seine Verletzlichkeit empfindet Alex als Schwäche und lässt deshalb keinen an sich ran, bevorzugt es, alle mit Beleidigungen zu verscheuchen.  Als Leo ihn anbietet, ein Teil des Clubs zu werden, reagiert er anfangs auf seine typische Art. Doch schließlich ergreift er die Chance auf wahre Freundschaften. Er sieht ein, dass fast alle seiner bisherigen nichts mehr als oberflächliche Zweckbeziehungen waren -  mit dem Klassenalpha will schließlich jeder gesehen und assoziiert werden. Bei diesen Menschen konnte Alex nie er selbst sein. Doch der Club lockt nach und nach den echten Alex aus seiner Hülle heraus. Als er einen freien Tag außerhalb der Klinik verbringen darf, verliert er vollkommen die Orientierung – an der Freiheit reizt ihn ohne seinen Freunden nichts, eben weil genau sie es sind, bei denen er wahrlich frei ist. Sein Tag ohne sie verläuft trostlos, da er sich an sie festgeklammert hat - denn ohne seinen Vater sind sie alles, was er hat. Sie geben ihm halt und sind zu seiner Ersatzfamilie geworden.

Alex wird als der Hübsche im Club aufgenommen und als er sich gerade den anderen öffnet, muss er sich einer riskanten Herz Op unterziehen.

Er möchte nicht das der Club von der OP weiß und verabschiedet sich nicht.

Als im letzten Augenblick der Vater noch auftaucht, zeigen sich er und Charlotte besorgt.

Während der OP kommt es zu Komplikationen und er landet bei Hugo im Schwimmbad.

Dort hat er die Möglichkeit mit Toni zu reden und erzählt ihm das er sterben wird.

Alex gibt Toni Botschaften für die anderen mit und auch für Charlotte.

" Sag Charlotte- Sie ist meine Mutter. Auch wenn ich sie nie so genannt habe."

Danach stirbt Alex und der Club muss einen nächsten Schicksalsschlag verkraften.

 

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